COOL – ein EU Projekt

COOL

EU Projekt: Cooperative Offene Lernformen in der Berufs- und Lehrerbildung

  • Studienseminar Stade BBS (Deutschland)
  • COOL-Impulszentrum und Verein zur Förderung des kooperativen offenen Lernens Steyr (Österreich) (Rechtskörper) in Kooperation mit mehreren Berufsbildenden Schulen mit COOL-Zertifizierung in Österreich

Beteiligte Partner

  • 10-12 BBSen aus Bereich der Landesschulbehörde Lüneburg (z.B. BBS Zeven, BBS Celle I, BBS STD III, BBS I LG, BBS Lüchow, BBS Walsrode, BBS Cadenberge)
  • COOL-Impulsschule BBS Rotenburg (auch Europaschule)

Projektpartner im Weiterentwicklungsprozess

  • 2 Schulen (BBS) in Niederlande (Maurick College Vughd, Schule in Bergen op Zoom)
  • 2 Schulen (BBS) in Österreich (BBS Rohrbach, BBS Ybbs)

Ziel des Projektes

stellt die Ausgestaltung und Umsetzung von Kompetenzorientierung im Berufsbildungs- und Lehrerausbildungsprozess insbesondere am Studienseminar Stade BBS und in den beteiligten BBSen aus dem Bereich der Landesschulbehörde Lüneburg dar.

Kompetenzorientierung ist inzwischen in Europa zentraler Anspruch für Unterricht an berufsbildenden Schulen und für die gesamte Lehrerausbildung (für Niedersachsen: § 2 APVO: Ziel des Vorbereitungsdienstes ist es, dass die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst die in der Anlage genannten Kompetenzen (…) erwerben.) Kompetenzorientierung basiert hierbei ganz wesentlich auf selbstreflexiven, selbstgesteuerten, offenen, aber immer kooperativen Lernformen.

In diesem Projekt soll es einerseits um den Transfer des im COOL-Impulszentrum / Verein zur Förderung des kooperativen offenen Lernens in Steyr (Österreich auf der Basis der Reformpädagogik inzwischen sehr breit etablierten COOL-Konzeptes (Cooperatives Offenes Lernen), aber auch um dessen Anpassung und Weiterentwicklung gehen. Im Zentrum steht die Implementierung insbesondere in der Lehrerbildung für berufsbildende Schulen am Studienseminar Stade und in den beteiligten BBSen der Landesschulbehörde Lüneburg.

Idee im Sinne der Sicherung von Nachhaltigkeit sind Impulse zur Umsetzung der kooperativen offenen Lernformen intern im Studienseminar und in den beteiligten Schulen, national/lokal durch Impulsschulen zur "Infizierung" benachbarter BBSen und übernational durch einen kontinuierlichen Austausch von Lehrkräften und Konzepten mit den beteiligten Partnern in Österreich und den Niederlanden weit über das eigentliche Projektende hinaus.

Als Hauptpartner kommt insbesondere das COOL-Impulszentrum / Verein zur Förderung des kooperativen offenen Lernens in Steyr (Österreich) in Betracht, da dort das Konzept des Cooperativen Offenen Lernens, kurz „COOL“ genannt, von einem Team aus Lehrerinnen und Lehrern entwickelt wurde. COOL ging aus dem 1996 an der Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Steyr begonnen Schulversuch „Differenziertes Lernen als Integrationsfaktor“ (NEUHAUSER/WITTWER 1999) hervor. Neben der Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit durch selbstgesteuertes Lernen stand vor allem die Entwicklung sozialer Kompetenzen im Vordergrund.

Der Ansatz greift auf die aus der Reformpädagogik stammende Arbeitsidee zurück, und damit zentral auf den Daltonplan von Helen Parkhurst.1, der auf den Prinzipien „Freedom“, „Cooperation“ und „Budgeting Time“ beruht.

Die guten Erfahrungen aus diesem Schulversuch, insbesondere aus der Unterrichtspraxis und die positiven Ergebnisse der im Rahmen der Aktionsforschung durchgeführten Evaluation haben dazu geführt, dass das Konzept des Cooperativen Offenen Lernens an ca. 80 Schulen in Österreich, vor allem im berufsbildenden Bereich umgesetzt wurde und praktiziert wird. Die Zahl der COOL-Schulen in Österreich nimmt kontinuierlich zu und inzwischen gibt es auch einige COOL-zertifizierte BBSen in Deutschland (jüngst wurde die BBS Rotenburg (Wümme) als COOL-Impulsschule zertifiziert).

Das COOL-Impulszentrum hat zahlreiche Fortbildungsaktivitäten etabliert, die durch das BMUKK (Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur) unterstützt und durch Expertinnen und Experten der Universitäten Linz, Salzburg und Innsbruck wissenschaftlich begleitet wurden. An diesen Fortbildungsaktivitäten soll im Rahmen dieses EU-Projekt in besonderer Weise partizipiert werden.

Projektpartner im Weiterentwicklungsprozess sollen insbesondere Schulen In den Niederlanden sein, da diese als Keimzellen des COOL-Konzeptes für den Hauptpartner in Österreich anzusehen sind. Diese Schulen lieferten wesentliche Impulse für das COOL- Impulszentrum und den Verein zur Förderung des kooperativen offenen Lernens in Steyr (Österreich), sind aber selbst in einem kontinuierlichen Anpassungs- und Innovationsprozess.

Diesen Partnern soll die zentrale Rolle von critical friends im Weiterentwicklungsprozess aller beteiligten Einrichtungen zukommen.

Hintergrundinformation

Aufgrund einer Fortbildungsinitiative des Studienseminars Stade BBS an den BBS Rotenburg ist es zu einem intensiven Kontakt einzelner Lehrkräfte und der Seminarleitung mit dem COOL-Impulszentrum in Steyr gekommen. Die besondere Bedeutung des COOL-Konzeptes für die Unterrichtsentwicklung von BBSen hat im Herbst 2012 zu einem vom Studienseminar wesentlich getragenen, im Rahmen einer Schulleiterbegleitfortbildung stattgefunden Exkursionsbesuchs des COOL-Impulszentrums Steyr und verschiedener COOL-zertifizierter BBSen u.a. in Salzburg, Wien, Steyr und Rohrbach geführt. Unterstützt wurde die Schulleiterbegleitfortbildung durch die Universität Linz.

Das Studienseminar Stade BBS nimmt im Gesamtprozess der Kooperation deshalb eine zentrale Rolle ein, weil es dem Anspruch folgt, über die Etablierung offener kooperativer Lernformen in der eigenen LehrerInnenausbildung im Sinne eines pädagogischen Doppeldeckers zu wirken und damit Schulen über "nachwachsende Ressourcen" von innen her zu verändern.

Projektkonzept

Das Projektkonzept ergibt sich wesentlich aus dem nachfolgenden Vorschlag des Projektplans. Wesentliche Aspekte sind die Fortbildungsveranstaltungen in Österreich, die Regionalgruppentreffen, bei denen es insbesondere um konkrete Umsetzungen in den eigenen Einrichtungen gehen wird und die Exkursionen in Schulen (BBS) in den Niederlanden und zu COOL-zertifizierten Schulen (BBS) in Österreich, die jeweils zu beiden Terminen parallel, hälftig und wechselnd stattfinden sollen.

Handlungsergebnis

soll die nachzuweisende Umsetzung von Ansätzen kooperativen offenen Lernens in den eigenen Einrichtungen sein. Die Dokumentation erfolgt hierbei in dem von jeder Teilnehmerin/ jedem Teilnehmer anzufertigenden Portfolio, in einem Entwicklungsbericht der verschiedenen Schultandems zum Implementierungsprozess in der eigenen Schule und in den Ergebnispapieren der Regionalgruppentreffen.

© Studienseminar Stade BBS

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Weitere Informationen unter Infoflyer COOL